Dienstag, 29. Oktober 2013

Veganismus - Mythen und Vorteile

Seit längeren hat der Veganismus mein Interesse erweckt. Ausschlaggebend war ein Artikel über eine junge Frau namens Isabel, die ihr Leben komplett auf vegan umgestellt hat und sich schon nach weniger Zeit sowohl körperlich als auch seelisch viel besser fühlte.
Doch was bringt einen Menschen dazu komplett auf tierische Produkte wie Milch, Eier, Joghurt, Honig usw zu verzichten? Und wie sieht es mit Mangelerscheinungen aus?

Gründe für Veganismus

Für den Verzicht auf Fleisch habe ich bereits in dem Artikel "Quartalsvegetarismus" einige Argumente aufgelistet. Doch welche Argumente sprechen speziell für Veganismus?

> Massentierhaltung

Nicht nur Fleisch wird in Massen produziert, sondern auch z.B. Milch und Eier.
Legehennen werden auf engsten Raum gehalten, häufig sogar in Käfigen übereinander gestapelt. Fließbänder transportieren ihre Eier und Exkremente. Damit sie sich nicht gegenseitig zu Tode picken werde ihre Schnäbel gekürzt.
Küken, die unweigerlich als "Nebenprodukt" entstehen, werden grausam aussortiert. Bedeutet: weibliche Küken werden speziell gezüchtet, damit sie in kürzester Zeit an Körpermasse zulegen, männliche Küken werden über ein Fließband abtransportiert und anschließend vergast oder zerhäckselt 
Kühe werden regelmäßig geschwängert, damit sie Milch produzieren und anschließend buchstäblich bis zum letzten Tropfen ausgepumpt, bis sie keine Milch mehr geben können und anschließend zum Schlachter gefahren. Die Kälbchen werden den Milchkühen direkt nach der Geburt weggenommen. Dabei werden männliche Kälbchen gemästet und anschließend geschlachtet, weibliche erleiden dasselbe Schicksal wie ihre Mütter. Auch in Bio-Haltung werden die Kälber ihren Müttern weggenommen!
Durch Überzüchtung und Manipulation mit Medikamten etc. haben sich die Euter der Kühe außerdem übermäßig vergrößert, was zu großen Schmerzen führt.






 > Milch im Erwachsenenalter trinken ist unnatürlich

Klingt, finde ich, beim genaueren drüber-nachdenken logisch: Lebewesen trinken in ihrem Leben eigentlich nur die Muttermilch, Menschen sind die einzigen Lebewesen, die auch im Erwachsenenalter Milch trinken - die von fremden Lebewesen, seien es Kühe, Ziegen oder Schafe. Nicht umsonst haben viele Menschen eine Milchallergie, in Asien können nur 2 % der Menschen Laktose verdauen, in südlichen Regionen Europas nur 10-30 %. Außer Muttermilch sollte also eigentlich keine Milch von anderen Lebewesen auf den Speiseplan stehen und vor allem nicht Kühe usw. für unser Verlangen ausgebeutet werden, es gibt schließlich genug Alternativen (s.u.).


> Käse ist noch nicht mal vegetarisch

Zugegeben, das hat mich doch ein wenig schockiert. Aber tatsächlich: Lab, welches für die Herstellung von Hart- und Schnittkäse benötigt wird, wird aus den Mägen jung geschlachteter Kälber gewonnen. Käse kann auch ohne Lab hergestellt wird, jedoch ist das Enzymgemisch nicht deklarierungspflichtig und somit nicht auf der Zutatenliste zu finden.

> Umweltschutz

Für die Gewinnung von Weideflächen wurden bereits etwa 70 % des Regenwaldes gerodet, ein Drittel aller fossilen Energieträger werden verwendet, um Nutztiere zu züchten, Pestizide und Dünger, die in der Landwirtschaft verwendet werden, verschmutzen die Böden und das Grundwasser. Der größte Anteil des Getreideanbaus geht in die Massentierhaltung, obwohl bereits 1 Hectar Sojabohnen 5000 Menschen ernähren könnten! Man benötigt 20000 Liter Wasser um die Nahrung für einen Fleischesser herzustellen, weniger als 1400 Liter für einen veganen Menschen.

 > Gesundheit

Studien zufolge beugt eine vegane Ernährung Herzerkrankungen, einem hohen Cholesterinspiegel, Übergewicht und Diabetes vor. Krebsarten wie Eierstock-, Prostata- und Brustkrebs werden desweiteren durch den Konsum von Milch und Milchprodukten begünstigt.
Allgemein leben Veganer gesünder, sie fühlen sich fitter und treiben dadurch auch z.B. mehr Sport..

Kritik am Veganismus

> Mangelerscheinung

Der beliebteste Kritikpunkt am Veganismus. Es ist tatsächlich so, dass Veganer häufig eine Unterversorgung mit Calcium, Vitamin D und B12 vorweisen, Mangelerscheinungen wie Osteoprose sind jedoch etwas weit hergeholt. Dennoch bedeutet die Unterversorgung nicht, dass allgemein eine Versorgung mit den wichtigen Nährstoffen nicht gewährleistet ist, vielmehr muss man darauf achten die richtigen Nahrungsmittel zu essen:

Calcium: Dass Milchprodukte wichtig für die Versorgung mit Calcium sind, ist tatsächlich ein Mythos. Denn: Das z.B. in Milch enthaltende Eiweiß begünstigt die Calciumausscheidung. Deshalb war die Krankheit "Osteoporose" (Knochenschwund durch Calciummangel) in asiatischen Ländern, in denen die Menschen vorwiegend lactoseintolerant sind, völlig unbekannt (zumindestens bis die westlichen Milchprodukte eingeschleust wurden).
Vegane calciumhaltige Produkte sind z.B.: grünes Blattgemüse, Tofuprodukte, Sesam, Petersilie, Nüsse, Kürbiskerne, Sonnenblumenkerne, Broccoli, Grünkohl, Wirsingkohl, Bohnen, Linsen, Lauch, frischer Möhrensaft sowie Trockenfrüchte.

Vitamin D: Der Nährstoff ist wirklich überwiegend in tierischen Lebensmitteln vorhanden. Vegane Vitamin D Produkte sind Pilze (z.B. Shiitake) oder Avokado. Zusätzlich kann man sich auch einfach viel im Freien aufhalten, da Sonnenlicht die Eigenproduktion von Vitamin D begünstigt. Es gibt auch mit Vitamin D angereicherte Produkte.

Vitamin B12: Der Mangel an Vitamin B12 tritt nicht nur bei Veganern auf sondern ist ein allgemeines Gesundheitsproblem! Unser Körper produziert, soweit wir eine gesunde Darmflora haben, eigenständig Vitamin B12 und auch durch Obst und Gemüse werden wir damit versorgt.

Eisen: Eisenmangel ist der weltweit häufigste Nährstoffmangel. Veganische Eisenhaltige Produkte sind z.B.: Amaranth, Quinoa oder Hirse, Kürbiskerne oder Sesamsamen, Linsen und Sojaprotein in Form von „Sojafleisch“, Pfirsiche oder Spinat.

> Wenn man die Kühe nicht melkt, platzen die Euter

Achso, na dann sollten wir wohl weiterhin so etwas unterstützen: 



Spaß beiseite. Übergröße Euter sind nicht natürlich, sie sind erst durch Überzüchtung entstanden. Der Gedanke, dass Kühe nicht überleben könnten, wenn Menschen sie nicht melken ist unmoralisch, ignorant und egoistisch (das musste ich mal loswerden). Kühe geben nur Milch, wenn sie Kälbchen erwarten, somit gehört die Milch im Grunde auch den Kälbchen und Kühe könnten im Grunde auf jeden Fall ohne gemelkt zu werden überleben. Doch stattdessen nehmen wir Mütter ihre Kinder weg. Wir reden nicht von gefühlslosen Wesen, auch Kühe bauen Beziehungen auf.

> Es liegt in der Natur des Menschen zu töten / Tierische Ernährung ist natürlich

Dieses Geschwafel über die Natur des Menschen regt mich wirklich auf. Klar, es ist alles Ansichtssache, doch man muss bedenken, dass Menschen in Gegensatz zu Tieren in der Lage sind darüber zu entscheiden, ob sie töten oder nicht, sie werden nicht von einem Jagdtrieb gesteuert.  Früher hatte man keine andere Möglichkeit als Tiere zu jagen, doch heute gibt es genügend Alternativen und das ist was einen Menschen ausmacht. Außerdem: Tiere, die Fleisch essen haben Reißzähne. Haben Menschen Reißzähne? Nein.
Es ist wichtig hervorzuheben, dass es durchweg möglich ist, sich rein pflanzlich zu ernähren. Der Beweis sind über 460 000 Deutsche und zahlreiche weitere Menschen weltweit. Das bedeutet: Veganismus ist definitiv nicht unnatürlich.

Es ist wichtiger darüber nachzudenken, ob es natürlich ist, dass ein Mensch, der in der Lage ist ethisch zu denken und in der Lage ist Entscheidungen zu treffen, Lebewesen tötet und entgegen seiner Natur die Milch von fremden Lebewesen trinkt, obwohl der Körper sich wehrt.

Alternativen:

> Milch: Schon seit längerem trinke ich eigentlich nur noch Reismilch oder Sojamilch (oder Soja-Reis-Milch ;-)). Reismlich schmeckt sehr süß, Soja-Milch schmeckt halt..nach Soja. Am liebsten trinke ich Soja-Reis-Milch, weil es einfach die perfekte Mischung ist und ich finde es mittlerweile viel leckerer als Kuhmilch (und das sag ich nicht nur so). Man kann sie ganz normal zum Kochen, backen und trinken verwenden. Andere Milchalternativen sind auch Hafermilch und Mandelmilch, wie sie schmecken weiß ich jedoch nicht.

> Ei: Zugegeben, es gibt keine Alternative zum Ei aus der Schale, jedoch gibt es viele Rezepte für veganes Rührei (z.B. Rührtofu). Beim Backen gibt es genügend Rezepte, bei denen überhaupt kein Ei benötigt wird, wenn kann z.B. Eiersatzpulver verwendet werden.


> Butter: Vegane Magarine findet sich im jeden Supermarkt, es gibt auch Erdnussbutter und Mandelbutter.

> Mayonnaise: Es gibt Mayonnaise ohne Ei oder Sojanese. Man kann auch selbst Mayonnaise herstellen, z.B. aus Avokado.

> Joghurt / Sahne: Es gibt Sojajoghurt und auch Sojasahne.

> Käse: Mein Lieblingsprodukt :-) Lange dachte ich es gibt keinen veganen Käse-Ersatz, auf der Veggie-Messe habe ich jedoch tatsächlich vegane Käsescheiben entdeckt, die es auch am Stück gibt (--> http://greenobella-life.blogspot.de/2013/10/tagach-10-monate-und-29-tage.html ). Als Pizzabelag kann man Hefeflocken, Tofu oder Semmelbrösel verwenden.

Es lohnt sich sich über Alternativen zu informieren!

Fazit

Ich finde, dass der Veganismus viele logische Argumente hat, die mich auf jeden Fall davon überzeugt haben mehr vegan zu leben, vor allem weil ich Herausforderungen liebe.
Trotzdem verachte ich natürlich keine Fleischesser, sondern nur die, die Tiere als Ware betrachten und mit einer "Ist-mir-alles-egal-"- Einstellung rumlaufen. Ich finde es schön, wenn sich Menschen bemühen weniger Fleisch zu essen, denn das ist ein wichtiger Schritt, und wenn es auch nur ein Tag in der Woche ist. Große Veränderungen brauchen nun mal Zeit. Ich finde es genauso schlimm, wenn manche Veganer sogar Vegetarier als "Mörder" beschimpfen, man sollte in diesem Fall tolerant und geduldig sein, schließlich mach eine vegane Lebensweise niemanden automatisch zu einem besseren Menschen. Aber es ist ein Schritt in die richtige Richtung :-)


Quellen: http://www.peta2.de/10gruende , http://www.vegan-sein.de/139-warum-vegan-leben-10-grunde-die-zum-nachdenken-anregen.html , http://albert-schweitzer-stiftung.de/aktuell/warum-vegan , http://www.nahrungsmittel-intoleranz.com/laktoseintoleranz-informationen-symptome/ethnische-betrachtung-laktoseintoleranz.html , http://www.vegane-gesellschaft.org/ernahrung/unsere-calcium-tipps , http://www.zentrum-der-gesundheit.de/vitamin-b12-ia.html , http://www.veganwelt.de/inhalt/vegan/v-faq.html , http://www.peta.de/web/home.cfm?p=5237 , http://www.veganwelt.de/inhalt/kochen/k-ersatz.html


Dienstag, 23. Juli 2013

Wohin denn mit dem Müll?

Diese Frage habe ich mir nach der Reportage "Darf ich oder darf ich nicht?" doch noch gestellt. Dort ging es im Allgemeinen um die Frage, ob man Müll nun trennen soll oder nicht. Müll trennen? Klar jeder hört es aber fast keiner tut es so wirklich. Wir selber haben zuhause zwar verschiedene Tonnen, doch meistens schmeiß ich doch alles je nach Laune irgendwo rein. Deshalb habe ich für mich und jeden, dem es genauso geht, eine kleine Zusammenfassung zusammen gestellt.

Was gehört in welchen Müll??

Papier = P , Gelbe Tonne = G , Restmüll = R  ,  Biomüll = B , Sondermüll = S


1. Die Papiertonne (Blaue Tonne)

Alles was wirklich aus Papier ist und frei von (starker) Verschmutzung

 
    :-)
 
  • Zeitungen
  • Zeitschriften und Illustrierte
  • Kartonagen
  • Briefumschläge
  • Bücher
  • Broschüren
  • Kataloge und Prospekte
  • Schreibpapier
  • Papiertüten und Papiersäcke (ohne Kunststofffolie!!!)
  • Verpackungen aus Papier, Pappe und Kartonagen
     :-(
  • Getränkekartons (G)
  • beschichtetest Papier (R)
  • Durchschreibpapier (R)
  • Küchentücher (B)
  • Kosmetiktücher (R)
  • Fotos (R)
  • Papiertaschentücher (B)
  • Servietten (R)
  • Trägerpapier von Aufklebern (R)
  • verschmutzte Verpackungen (R)
  • Windeln (R)
  • Restmüll (R ;p)
  • Verpackungen, die nicht aus Papier bestehen (je nachdem welches Material)

2. Gelber Sack (Gelbe Tonne)

Alle Kunststoff-, Metall- und Verbundverpackungen und Verpackungen mit dem grünen Punkt (nicht: Papier, Karton, Pappe und Glas)

    :-)

  • Verpackungen aus Kunststoff [Tragetaschen, -beutel ; Einwickelfolie; Kunststoffflaschen (von Spül-, Wasch-, Körperpflegmitteln usw.); Folien ; Becher (Joghurt etc.); PET-Flaschen (außer bepfandeten); Einweggeschirr; Fleisch-; Obst- u. Gemüseschalen aus Schaumstoff; Styroporverpackungen ;Verpackungschips ]
  • Verpackungen aus  Metall [Konservendosen, Getränkedosen (außer bepfandeten), Verschlüsse, Aluminiumfolien, ‑dosen, -deckel, -schalen, –tuben, Tierfutterdosen]
  • Verbundverpackungen [Arzneimittelblister (keine Medikamente!), Getränkekartons, Milchkartons, Vakuumverpackungen (Kaffee, Suppentüten etc.), Süßwarenverpackungen]
Wichtig: Verpackungen nicht ineinander stapeln (sonst können sie nicht sortiert werden) , manche Materialien müssen vorher voneinander getrennt werden (z.B. Joghurtdeckel von dem Becher)

3. Restmüll (Graue Tonne)

Alle nicht verwertbaren Abfälle ohne grünen Punkt (wenn sie nicht woanders entsorgt werden können), die im Haushalt und auf den Grundstück anfallen und frei von Schadstoffen sind:

    :-)
  • Asche
  • Zigarettenkippen
  • Staubsaugerbeutel
  • Hygieneartikel und Kosmetiktücher
  • Windeln      
  • stark verschmutztes Papier und Verpackungen
  • Tapeten- und Teppichreste
  • unbrauchbare Textilien
  • defektes Spielzeug
  • Kristall- und Flachglas
  • Porzellan
  • Keramik
  • Glühbirnen
  • Kassetten
  • Disketten
  • Schallplatten
  • Gummiabfälle
  • beschichtetest Papier und Durchschreibpapier
  • Fotos
  • Papiertaschentücher, Küchenpapier, Servietten
  • Trägerpapier von Aufklebern
     :-(
  • Sondermüll
  • Wertstoffe
4. Biomüll (Braune Tonne, Kompost)

Lebensmittel und Gartenabfälle

     :-)
  • Küchenabfälle (z.B. Obst und Gemüse, Eier- und Kartoffelschalen, Kuchen- und Brotreste etc.)
  • Gartenabfälle (z.B. Grasschnitt, Unkraut, Federn etc.)
     :-(
  • Restmüll
5. Sondermüll (Schadstoffsammlung)

Schadstoffhaltige Abfälle

      :-)
  • Altöl
  • Batterien und Akkus
  • Lacke, Farbe und Verdünnung
  • Pflanzenschutzmittel
  • Thermometer
  • Medikamente
  • Bremsflüssigkeit
  • Frostschutzmittel
  • Spraydosen (Haarspray, Deo etc.)
  • Klebstoffe
  • Säuren und Laugen
    :-(
  • Eimer von Wandfarbe, die leer oder vollständig angetrocknet ist
  • leere Spraydosen, die keine Giftstoffe enthalten (G)
  • leere Reinigungsmittelflaschen (G)
  • Styropor, Aluminium (G)
  • Speiseöl, Fritierfett, Pflanzenöl (B oder H)



Quellen: http://www.awv-isar-inn.de/papiertonne/pt-wgwn.htm , http://www.zav-online.de/entsorgung/items/was-gehoert-in-die-gelbe-tonne-gelber-sack.html , http://www.zbh-ksr.de/index.php?option=com_content&view=article&id=71&Itemid=28 , http://www.wien.gv.at/umwelt/ma48/beratung/muelltrennung/mistabc.html , http://www.bodenseekreis.de/umwelt-landnutzung/abfallentsorgung-privat/abfallarten/welcher-muell-wohin.html?tx_weglossary_pi1%5Bletter%5D=T&no_cache=1 , http://www.abfallwirtschaft-uhk.de/tipps/tipps.htm , http://www.abg-lippe.de/a/208.htm

Donnerstag, 11. Juli 2013

Die schmelzende Weltkugel

Es ist lange her, seitdem ich das letzte Mal geschrieben habe. Im Moment fehlt mir dazu ein wenig die Motivation. Aber das legt sich wieder :-D

Dafür kommt heute ein Bild von unserem Kunstprojekt, an dem wir, das sind Lara und ich mit der Hilfe von Carolin, bereits seit Monaten arbeiten. Das Ziel unseres Kursprojektes war eine 'Plastik' mit zwei Bedeutungen zu basteln. Unsere Idee: Eine schmelzende Erdkugel im Hörnchen für die globale Klimaerwärmung. Vielleicht hat es ja einige der Besucher unserer Kunstausstellung zum Nachdenken gebracht :-)

Das Eishörnchen ist übrigens zwei Meter groß.


Dienstag, 2. April 2013

"Öko Krieger"

Es folgt eine kleine Buchvorstellung von einem Buch, welches ich zu meinem 17. Geburtstag geschenkt bekommen habe (und auch noch nicht ganz durch habe). "Öko Krieger", eine Geschichtensammlung von vielen Öko-Aktivisten (insgesamt 20) aus der ganzen Welt, zusammengefasst von Emily Hunter, die Tochter des Greenpeace-Gründers Robert Hunter. Viele Bereiche des Umweltschutzes werden hier angesprochen, vom Schutz des Regenwaldes bis hin zum 'Walkrieg" und die Entstehung von Umweltbewegungen. Das Besondere hierbei finde ich, dass die Geschichten, die jeweils aus der Ich-Sicht des jeweiligen Aktivisten erzählt werden,besonders einfühlsam und spannend sind. An einigen Stellen hat man wirklich das Gefühl direkt dabei zu sein und man kann genau nachempfinden, wie sich die Aktivisten gefühlt haben müssen, wenn sie Erfolg hatten oder auch wenn sie Misserfolge einstecken mussten.
Insgesamt also wirklich empfehlenswert und auch motivierend!

Sonntag, 27. Januar 2013

Für eine saubere Umwelt

Mittlerweile sehe ich fast überall wo ich hingehe immer nur Müll, Müll und noch mehr Müll. Im Wald, am Fahrbahnrand, in den Büschen, in der Stadt, ja selbst in den Gängen in der Schule. Natürlich wäre es jetzt leicht zu sagen: "Mensch Leute, es gibt Mülleimer!". Aber es ist immer besser gleich die Krankheit selbst und nicht nur die Symptome zu bekämpfen und das heißt:

Weniger Müll produzieren.

Im Laufe des Lebens oder besser gesagt im Laufe des Tages produzieren Menschen wirklich eine Menge Abfall. Deutschland wird mittlerweile sogar als "Wegwerfrepublik" bezeichnet, weil jedes Jahr z.B. rund 11 Millionen Tonnen Lebensmittel in den Müll geschmissen werden.
In diesem "Müll-Post" möchte ich deshalb einige Tipps geben, ín welchen Bereichen man wie unnötigen Müll vermeiden kann:

Lebensmittel

11 Millionen Tonnen Lebensmittel landen pro Jahr im Abfall. Genügend Filme, wie "Taste the Waste" versuchen die Bürger auf den enormen Verbrauch von Restaurants, Supermärkten und Gastromien aufmerksam zu machen und etwas dagegen zu tun. Weil es sich aber zunächst einmal für uns als schwierig erweisen wird, diese Situation von hier auf jetzt zu ändern, sollte jeder für sich in der eigenen Küche damit beginnen, rücksichtsvoller mit dem Lebensmittelverbrauch umzugehen. Das heißt zunächst einmal genau überlegen, ob man wirklich fünf verschiedene Käsesorten im Kühlschrank braucht oder nicht vielleicht ein Stück Gouda reicht, oder ob man ein Gericht nicht über zwei Tage hinweg essen kann, anstatt es sofort wegzuschmeißen. Außerdem sind die meisten Produkte nicht sofort ungenießbar, wenn das Haltbarkeitsdatum ein wenig überschritten ist. Auch wenn man im Supermarkt sieht, dass ein Joghurt einen Tag über dem Datum im Kühlregal liegt, ihn aber sowieso am selben Tag essen würde, braucht man keine Angst zu haben davon zu sterben.

Kleiner Tipp: Über www.foodsharing.de kann  man,wenn man z.B. im Urlaub fährt und der Kühlschrank immer noch randvoll ist, Lebensmittel mit anderen Menschen teilen.

Ín der Schule

Schon seit längerem ärgere ich mich enorm über die Kopierfreudigkeit unserer Lehrer. Ständig werden pro Schüler und Unterrichtsstunde mindestens drei Arbeitsblätter kopiert, nicht selten von irgendwelchen Büchern, die wir eigentlich selber haben, aber nunmal nicht die "aktuellste Ausgabe". Ich finde das wirklich absolut unnötig, insbesondere da bei den meisten Schülern die Zettel sofort im Müll landen. Müssen Bäume wirklich für so etwas sterben? Deshalb finde ich, dass zumindestens bei Referaten Handouts vermieden werden sollten und die Schüler stattdessen selber mitschreiben. Setzt euch bei euren Lehrern dafür ein! Zusätzlicher Pluspunkt: Man ist gezwungen zuzuhören.
Und in der großen Pause: Packt euer Pausenbrot in Butterbrotsdosen, damit vermeidet ihr Alufolie, und nimmt lieber normales Brot oder Toast anstatt extra eingepackte Schokobrötchen etc. [Dann landet auch nicht mehr so viel auf den Schulgängen]

Beim Einkaufen

Mit dem Fahrrad, um CO² zu sparen, zum Einkaufen fahren und dann neben dem Großeinkauf noch drei Plastiktaschen auf das Band legen? Ein ziemlicher Wiederspruch. Bis zu 1000 Jahre brauchen Plastiktüten, um zu verrotten. Wenn man überlegt, dass jährlich weltweit ungefähr eine Billion verbraucht werden und dabei CO²-Emmissionen von ca. 60 Millionen Tonnen entsteht, finde ich es ziemlich besorgniserregend, dass der Verbrauch auch noch steigt. Jede Menge Rohstoffe gehen verloren und noch nicht mal als "Klimaneutral" angepriesene Einwegtüten sind da hilfreich. Bei ihrer Herstellung wird eine sehr energieintensive Agrarwirtschaft benötigt und desweiteren werden teilweise dennoch viel zu viele fossile Rohstoffe verbraucht. Deshalb ist es nötig, dass man Mehrwegtaschen benutzt, die wohl beim Einkauf ein paar Cent mehr kosten, aber dafür zumindestens, wie der Name schon sagt, öfters verwendet werden kann. Zwar ist die Herstellung einer Baumwolltasche an sich energieaufwendiger, jedoch hinterm Strich ökologisch vorteilhafter (eben wegen der mehrfachen Verwendung). Besonders umweltfreundlich sind Taschen aus Polyester, weil sie zusätzlich sehr stabil sind und somit besonders lange halten.
Oder man geht den ganz einfachen Weg und benutzt einfach einen Einkaufskorb..

Kleiner Tipp: Wenn ihr z.B. auf dem Markt einkaufen geht, nehmt doch mal eigene Tupperdosen mit. Wenn ihr Käse oder Fleischware kauft, vermeidet ihr so das Papier, in welches sie immer eingewickelt werden.

In der Freizeit

Gerade in der Freizeit kann sehr viel Müll vermieden werden, wenn ihr z.B. essen geht. In der Eisdiele ist es immer besser, statt dem Becher, Eis in der Waffel zu kaufen.
Wenn ihr gerne beim Chinesen isst, kauft euch doch mal eigene Stäbchen zum Waschen und Wiederbenutzen, anstatt Plastikstäbchen. Oder nehmt euch zumindestens nicht gleichzeitig Gabel und Stäbchen.
Der Coffe-to-Go macht sich auch gut in einer Thermoskanne, ich find ja diese Porzellanbecher, die extra dafür gemacht wurden (sogar mit dem selben Deckel wie beim Coffe-to-Go) , super.


Natürlich gibt es noch eine Menge andere Sachen, um Müll zu vermeiden. Am Besten ist es, einfach mal bewusst darauf zu achten, wie ihr in bestimmten Situationen handeln könnt.  Und wenn ihr dann noch nicht um den Müll herum kommt, schmeißt es zuminestens nicht achtlos irgendwohin..

Quellen:
http://www.focus.de/wissen/mensch/tid-25258/lebensmittelabfaelle-die-wegwerf-republik-_aid_723531.html, http://www.duh.de/3711.html, Buch "500 junge Ideen, täglich die Welt zu verbessern" von Shary Reeves/ Jan Hofer/ Dieter Kronzucker, Magazin "Natur" 01/13

Donnerstag, 27. Dezember 2012

"Wichtig ist nicht das, was verloren ist, sondern das, was uns bleibt"

Das Zitat stammt aus dem Film "HOME-Die schönsten Bilder unserer Erde" von Yann Arthus-Bertrand, eine Dokumentation über die Veränderung der Erde mit vielen Aufnahmen aus der Vogelperspektive, welche gestern Abend auf ntv lief. Der Film hat meiner Meinung nach wirklich schön und verständnisvoll die Situation und den Wandel unseres Planeten gezeigt und dabei noch einmal verdeutlicht in was für einer schwierigen Lage wir stecken.
Das Leben auf der Erde mit all seinen Formen, ob Wälder oder Wasser oder Tiere oder Menschen, ist ein Wunder, ein Wunder welches der Mensch in den letzten Jahrhunderten mit Füßen getreten und nahezu zerstört hat. Das Zusammenwirken aller Pflanzen und Tiere, das Werk mehrerer Milliarden Jahre, ist aus dem Gleichgewicht geraten und das aufgrund eines Lebewesen, welches erst seit 200.000 Jahren existiert.
Obwohl jeder vierte Mensch noch heute so lebt wie vor 6000 Jahren, mit der Erde zusammenarbeitet und nachsichtig mit der Landwirtschaft umgeht, hat es eine Minderheit von 20 % geschafft nahezu alle Ressourcen zu verbrauchen, die uns das Leben geschenkt hat! Es wird mehr produziert, als zum Leben notwendig ist und große Flächen Wälder werden vernichtet, um Getreide anzubauen, was zu 80 % für Viehfutter der Massentierhaltung verschwendet wird.
Die Tatsache, dass sich die Weltbevölkerung innerhalb 60 Jahren nahezu verdoppelt hat und noch mehr wachsen wird, verbessert die Lage nicht wirklich.
Deshalb ist es wirklich notwendig unser komplettes Konsumverhalten und überhaupt unsere Einstellung gegenüber der Umwelt umzustellen! Es ist kein Problem der Zukunft, sondern etwas was im Hier und Jetzt stattfindet und daher gilt es alles und wirklich alles zu versuchen, um das zu schützen, was uns noch geblieben ist, damit nicht noch mehr Bäume verschwinden, nicht noch mehr Tierarten aussterben und das Eis nicht weiter schmilzt!

Es lohnt sich wirklich diese Dokumentation anzuschauen, denn sie zeigt die Dinge, die wir immer zu verdrängen versuchen!



Quellen: "HOME-Die schönsten Bilder unserer Erde" - Yann Arthus-Bertrand

Montag, 17. Dezember 2012

LED-Technik für eine neue Welt?


Seit dem 1. September sind der Verkauf und die Produktion von herkömmlichen Glühbirnen über 10 Watt verboten und ab 2016 sollen auch keine Halogen-Lampen mehr produziert werden. Für die Menschen ein Graus, denn die Alternativen sind um einiges teurer und auch die zunächst so hoch angepriesene Energiesparlampe wird nun immer mehr kritisiert, besonders wegen dem in ihr enthaltenden hohen Quecksilberanteil und die komplizierte Entsorgung. Nun wird auf LED gesetzt, die neue "Green Technology".

Was ist LED?

LED steht für Light Emitting Diode oder auch lichtemittierende Diode und wandelt in Gegensatz zu normalen Glühbirnen den Strom direkt in Licht um. Sie wurde offiziell 1962 von dem Amerikaner Nick Holonyack erfunden und sollte eigentlich unter anderem zur Navigation und Positionsbestimmung von Kriegsschiffen eingesetzt werden. Nach und nach konnten LED-Lichter in nahezu allen Farben entwickelt werden und sie können wie andere Lampen auch „warmweiß“ glühen.
Früher stellte vor allem die geringe Lichtausbeute ein großes Problem dar. Doch in den letzten Jahren wurde die Technik immer mehr verbessert, sodass LED-Lampen heutzutage wie eine normale Glühlampe eingesetzt werden können.

Nachteile und Vorteile von LED

Natürlich kann man LED-Lampen nicht als ausnahmslos positiv betrachten, auch wenn sie schon von einigen Menschen als DIE Technik der Zukunft betrachtet wird. Der wohl auffälligste Nachteil ist der Preis, denn die Beleuchtung mit LED ist um einiges teurer als „normale“. Während man z.B. schon eine Glühlampe für 1 Euro bekommt, muss man beim ersteren teilweise mit über 25 Euro rechnen. Dabei ist auch zu beachten, dass es auch im LED Bereich erhebliche Qualitätsunterschiede gibt, denn billiger bedeutet auch oftmals gleichzeitig, dass die Lampe qualitativ schlechter ist. Außerdem gibt es bei den Temperaturen einige Probleme. Bei einer hohen Umgebungstemperatur kann z.B. auch vorkommen, dass die Lichtstärke nachlässt. Durch integrierte Kühlkörper kann man dies aber ausgleichen.
Auch wenn durch die gerade genannten Nachteile die LED-Technik in einem schlechten Licht erscheint, darf man den Haufen Vorteile nicht außer Acht lassen: LED-Lampen sind nämlich wirklich sehr umweltfreundlich und durch die gesparte Energie kann man am Ende sogar sagen, dass man durch sie gleichzeitig Geld spart. Dadurch, dass LED Strom direkt in Licht umwandelt, können bis 85 % Energie gespart werden bei einer gleichzeitig höheren Lebensdauer. So ersetzt eine 10 Watt LED-Lampe z.B. eine 75 Watt Glühbirne, wodurch man je Lampe bis zu 89 Euro im Jahr spart!
Zusätzlich sind LED-Lampen frei von Gerüchen,  beinhalten keine Schadstoffe wie Energiesparlampen und können somit ganz normal entsorgt werden. Außerdem entwickeln sie weniger Wärme als normale Lampen (Bei uns in der Küche z.B. hängt z.B. nun auch eine LED-Lampe, deren Birne man ohne Probleme berühren kann, da sie noch nicht mal lauwarm ist). Im Gegensatz zu  Energiesparlampen, gibt es übrigens auch keine Verzögerungen beim Einschalten und die Lampen leuchten sofort mit voller Kraft.

Unsere neue Küchenlampe - LED
Fazit


Natürlich empfinden es viele als nervig durch das Verbot von Glühlampen automatisch mehr bezahlen zu müssen, in einem Artikel des Wochenblatts (vom 29.03.2012) wurde es sogar als Versuch bezeichnet die Wirtschaft anzukurbeln oder den Leuten „das Geld aus der Tasche zu ziehen“. Doch im Grunde erweist es sich als Widerspruch sich über die missliche Lage der Erde zu beschweren, aber gleichzeitig die Verwendung von LED-Lampen abzulehnen, denn wenn die Regierung es schon nicht gebacken kriegt ausreichend in erneuerbare Energien zu investieren, finde ich es schon eine tolle Sache durch LED-Lampen eine Menge Strom sparen zu können. Und das mit einer Lampe, die mittlerweile genauso verwendet werden kann und genauso aussieht wie jede Halogenlampe oder andere Glühbirne auch (Zitat von LEDclusive: „Die Zeiten der kalten, leicht bläulichen LED-Lampen sind vorbei und finden sich nur noch als Billigware im Handel.“)
Außerdem wird LED um einiges günstiger werden, da sie jetzt schon kontinuierlich sinkt. (Zumal es sie bei einigen Discountern schon ab 7Euro gibt..)


Quellen: